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Der Club Courage stellt sich vor

Hervorgegangen ist unser Verein aus dem "Verein für Städtepartnerschaft und internationale Beziehungen". Nach dem sehr erfolgreichen Europatreffen 1995 in Colditz waren unterschiedliche Auffassungen zur Ausgestaltung der Vereinsarbeit Anlass, den "Club Courage" als gemeinnützigen Verein auszugründen. Wir machen keine Parteipolitik, sondern fühlen uns mit allen Demokraten unserem Gewissen verpflichtet.

Wir möchten insbesondere Zeichen setzen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Jugendlichen in unseren östlichen Nachbarländern.
Im Kulturbereich ist es uns wichtig, jüdischer Kultur und Musik wieder den Stellenwert in unserer Gesellschaft zukommen zu lassen, der bis in die 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ganz selbstverständlich war.
Weiterhin sind wir mit unterschiedlichen Partnern und demokratischen Parteien gegen Gewalt und Rechtsextremismus aufgetreten und werden dies auch weiterhin in Veranstaltungen und Symposien vertreten.
In den vergangenen Jahren haben wir Jugendlager ausgerichtet, mitgestaltet und uns im In- und Ausland an Jugendtreffen beteiligt. Auch halfen wir mit Übersetzungen beim Deutsch-Polnischen Filmprojekt in Görlitz und Breslau.
Im Jahr 2002 war zusätzlich unser Engagement bei der Hilfe für Hochwasseropfer gefragt. Die Hilfe bestand vor allen in der Weiterleitung persönlicher Spenden und der Vermittlung privater Patenschaften konnten mit über 10 000 Euro einigen Betroffenen in den Zschadraßer Wasserdörfern, in Grimma und den Freiwilligen Feuerwehren in Colditz und Hausdorf. 126 Grundstücken im Hochwassergebiet konnten mit der Bereitstellung von Mutterboden unterstützt werden. Dieter Hildebrand half, indem er die gesamte Gage seiner Buchlesung zur Unterstützung von Hochwasseropfern zur Verfügung stellt. Ein positiver Effekt der Jugendarbeit zeigte sich, als ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Lodz - Lagewniki und 20 Gymnasiasten aus Auschwitz die Aufräumungsarbeiten unterstützten.
Seitdem konzentriert sich die Arbeit zunehmend auf Fragen der jüngeren Geschichte. In Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Polen in Leipzig und den polnischen Institut Leipzig gestalteten wir die Ausstellung "Das Ende von Jalta" auf Schloss Colditz.
Ab 2005 wurde durch die gleichen Partner auf Schloss Colditz einer Dauerausstellung installiert, in der der polnischen Offiziere und Mannschaftsdienstgrade gedacht wird, welche im Oflag IV C (Schloss Colditz) inhaftiert waren. Angeregt durch den damaligen polnischen Genralkonsul Jan Granat und Heinrich Böker gelang es nach langer Vorbereitung (seit 2002) 2005 endlich eine Gedenktafel an dem Gebdäude im 2. Schlosshof anzubringen, die an das Schicksal das hier inhaftierten polnischen Soldaten des II. Weltkrieges erinnert.
Seit Ende 2003 beschäftigen wir uns mit Forschungen zu den Todesmärschen in unserer Region und zu den HASAG-Außenlagern der KZ Buchenwald in Flößberg und Colditz. Dazu gehören Recherchen verschollener Unterlagen und das Auffinden von Grabstätten verstorbener bzw. ermordeter ausländischer Bürger in den Jahren 1933 - 1945. Dies betrifft vor allem die durch regionale Bezüge vorgegebenen Themen Euthanasie, Fremdarbeiter und Häftlinge der Konzentrationsaußenlager der HASAG in Colditz und Flößberg.
Gemeinsam mit der Stadt Colditz, der evangelisch-lutherischen Kirche Colditz - Lastau und des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge Sachsen wurde die Grabanlage an der ehemaligen Friehofsaußenmauer in Colditz in einem würdigen und den aktuellen Erkenntnissen entsprechenden Zustand versetzt.
Die Aktion stand unter der Devise "Den Toten einen Namen geben". Von den auf dem Friedhof Colditz in Massen- oder Einzelgräbern beerdigten vorwiegend ungarischen und polnischen Staatsangehörige mosaischen Glaubens konnten wir bis heute 38 Namen und die dazu gehörigen Liegeplätze sichern. Am 30. März 2007 wurde diese neu gestaltete Anlage eingeweiht.
letzte Aktualisierung: 22.04.2007 11:26 Uhr
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